Schon als kleines Mäderl hat mir meine Mama oft die Geschichte von meinem Opa und seinem langen Weg in die Schule erzählt. Es waren zig-Kilometer – ich denke mich richtig zu erinnern – 14 Kilometer die mein Opa zurücklegen hat müssen um als kleiner Bub zur Schule zu gehen. Das hat mich mindestens genauso beeindruckt wie die Tatsache, dass mein Opa – er hieß Fritz – meinem seinem eigenen Vater immer zu Fuß zum Wallfahrten in die Benediktinerabtei nach Sankt Lambrecht bei Murau gegangen ist. Das sind 40 Kilometer nur am Hinweg! So war es für uns längst an der Zeit, zugebenermaßen mit dem Auto, diesen Ort zu besuchen und auf Opa´s Spuren zu wandeln. Doch – ihr kennt das – ein Besuch ist schnell vorgenommen, doch nicht immer so schnell umgesetzt. Spätestens als wir erfahren haben, dass vor Ort nun ein hochdekorierter Koch seines Werkes waltet mussten wir einmal vorbeischauen. Gesagt, getan – so haben wir das direkt neben dem Stift und mitten im idyllischen Ort St. Lambrecht gelegene, gleichnamige Hotel Lambrechterhof für eine Übernachtung besucht. Das Naturparkhotel Lambrechterhof beeindruckte mich schon bei der Ankunft: mitten im Ort und ein stattliches Gebäude, dass ganz passend zum nur hundert Meter entfernten Stift St. Lambrecht schon durch seine äußere Erscheinung beeindruckt. Das in der Obersteiermark, genauergesagt Region Zirbitzkogel-Grebenzen, gelegeneNaturparkhotel beherbergt Business- und Freizeitgäste gleichermaßen. Wir haben uns an diesem Wochenende – zum Glück – nur für Freizeit entschieden und diese auch in vollen Zügen genossen. Das große Haus mit sehr gelungen gestaltetem Entrée und mehr als 106 Zimmern punktet aber nicht nur von außen. Schon der gemütlich aber dennoch modern gestaltete Eingangsbereich lädt zum Verweilen an der Bar oder Bibliothek ein. Lange konnten wir natürlich nicht ruhig sitzen, denn wenn wir schon einmal ohne Kind unterwegs sind muss der Entspannungslevel dann sofort aktiviert werden. Eine entspannende Gesichtsbehandlung und ein Sprung in den Pool haben dazu beigetragen uns schnellstens tiefenentspannt und mitten in einem Kurzurlaub angekommen zu fühlen.

Erich Pucher in der Küche

Wer mich kennt weiß – ich kann nicht besonders lange ruhig sitzen – geschweige denn liegen. Da uns der Lambrechterhof auch eingeladen hatte einen Blick in die Küche zu werfen, die seit kurzem vom Haubenkoch Erich Pucher geführt wird, haben wir natürlich gleich in die Töpfe geschaut und durften den Chefkoch dabei beobachten wie er uns folgende Gerichte gezaubert live in der Küche zubereitet hat:

Blutwurst in Wan-Tan Teig auf Kürbis Gemüse mit Krenpüree, Oberskren & Zwiebel

Surf & Turf vom Rin und Jakobsmuschel mit Tomaten und Seegras

…. und Topfenknödel auf Marillen – wobei das für alle die das Gericht gesehen haben die Untertreibung schlechthin ist – denn eigentlich müsste dieses Gericht „feines Marillenknöderl im Krokantkörberl“ heißen. Aber seht selbst. Beim Plausch mit dem Chef verrät uns dieser, dass er in der österreichischen und mediterranen Küche zu Hause ist und diese gerne mit internationalen Einflüssen kombiniert. Nach dem Besuch im Weinkeller – in dem einige gute Tropfen lagern haben wir nochmals den Wellnessbereich und unsere sonnige Zimmerterasse genossen. Anschließend haben wir wie eingangs erwähnt natürlich die beeindruckende Benediktinerabtei mit angeschlossenem Stiftsgarten besichtigt, bevor wir uns zum Abendessen begaben.

 

 

 

Dinner im Stiftsstüberl

Im so genannten „Stiftsstüberl“ befindet sich das A la Carte Restaurant des Hotels, wo Erich Pucher die Gäste von 11.00 bis 24.00 kulinarisch verwöhnt. Dort haben wir ein mehrgängiges Menü (persönlich serviert vom Chefkoch!!) genossen, dass uns nicht nur aufgrund der vielen regionalen Köstlichkeiten, sondern auch durch lässige und würzige Kombinationen sehr große Freude gemacht hat.

Los ging´s mit einer Räucherforellen-Mousse im Zucchini Mantel.

Unser zweiter Gang war einer den wir schon vom Nachmittag aus der Küche kannten – wir durften das würzige Surf & Turf vom Rind mit Jakobsmuscheln, Tomaten & Seegras in Ruhe beim Dinner genießen.

Ganz saisonal passend kam dann die Bärlauchschaumsuppe mit Sprossensalat im Filoteig-Körberl daher.

Mein persönlicher Lieblingsgang war dann ein knuspriges Forellenfilet auf einem Tomatenrisotto mit Kräuterpesto und frittiertem Rucola.

Carletto hat sich dafür am meisten am Kalbsfilet mit Püree und grünem Spargel erfreut.

Das tolle, groß portionierte Menü war so gut, dass wir bevor wir die Nachspeise genießen konnte etwas pausieren mussten. Spätestens als die Kombination aus Schokoladen- und Vanillemousse mit Schokoladeneis auf dem Tisch stand fanden wir ein Platzerl im Magen bei einem guten Degistif. An der Bar ließen wir den Abend noch gemütlich bei Live-Musik ausklingen.

Am nächsten Tag waren wir nach einem reichhaltigen Frühstück ein bisschen traurig schon wieder nach Hause fahren zu müssen und hätten gerne das Angebot für die Verlängerungsnacht konsumiert.

Nicht umsonst wird das Hotel von allen Gästen so positiv bewertet – hier stimmen Preis-Leistungs-Verhältnis und das Haus ist eine ideale Destination um gemeinsam mit dem Partner ein kulinarisch-gemütliches Wochenende in Zweisamkeit beim Wandern, in den Bergen oder eben im A la Carte Restaurant zu verbringen. Für alle, die jetzt {genauso wie wir} Hunger bekommen haben: am 14. Mai gibt’s im Lambrechterhof ein tolles Muttertags-Menü im Stiftsstüberl {ab 11:30} – so kann der Tag ganz genüsslich mit Mama im schönen, kulinarischen Rahmen verbracht werden!

Wer einen Ruhepol oder einen kulinarischen Hot Spot sucht, der ist im Hotel Lambrechterhof richtig aufgehoben.

.s. cookingCatrin

Vielen herzlichen Dank für die Einladung an das Hotel Lamprechterhof.