„toniandthecam“ goes England…


Ab auf die Insel! So hieß es für mich vor knapp fünf Monaten, als ich meine Koffer packte und nach England flog – ins Auslandssemester. Jetzt bin ich wieder da und darf euch erzählen, was ich {food-}mäßig so alles erlebt habe. Aber erst darf ich mich kurz vorstellen…

Ein paar von euch kennen mich vielleicht. Ich bin Antonia, oder Toni, und ich gehöre zum Team cookingCatrin – mittlerweile schon seit zwei Jahren. Jetzt darf ich euch unter dem Namen toniandthecam in meiner Kolumne hier mit Kulinarischem & Co. Unterhalten. Und wer weiß, vielleicht ist auch der eine oder andere Einblick hinter die Kulissen eines Foodblogs dabei?

Im Herbst vergangenes Jahres habe ich die „Kuchl“ für kurze Zeit {genauer gesagt drei Monate} verlassen und mich dazu entschlossen, im Rahmen meines Medien-Studiums an der Uni Klagenfurt nach England zu düsen – tschüss Alltag, hallo Auslandssemester! Es ging in den Osten Englands: nach Lincoln, eine kleine und zuckersüße Stadt, die es mir von der ersten Minute weg angetan hat. Nicht nur die Stadt an sich, sondern vor allem die super-freundlichen Leute und {ihr könnt es euch vielleicht schon denken} die vielen kleinen Cafehäuser und Bäckereien haben mich begeistert. Als Foodie bin ich immer auf der Suche nach neuen Restaurants, Cafés, Bars, wo sowohl das Ambiente als auch die Kulinarik stimmt. Aber ihr habt es ja vielleicht schon gehört: England ist nicht gerade wegen seiner ausgezeichneten Küche bekannt, im Gegenteil. Was man von der britischen Cuisine hört, beinhaltet viel Ungesundes, Fettiges und vor allem eines: Buttercreme, Buttercreme, Buttercreme… Ich habe aber entdeckt, dass die englische Küche eigentlich viele leckere Gerichte zu bieten hat, die mich wirklich überrascht haben. Hier habe ich euch meine TOPS und FLOPS zusammengefasst.

TOPs

  • Scones! Kein England-Besuch sollte vorbeigehen, ohne einen {noch warmen} Scone zu probieren – am besten zu einer Tasse Tee {oder Kaffee, wenn man wie ich keine Tee-Trinkerin ist}.
  • Kuchen! Die britischen Kuchen sind zwar nicht gerade gesund, dafür aber so so gut. Vor allem der Carrot Cake ist ein echter Gaumenschmaus und hat auch meistens gar keine Buttercreme drin, denn die mag ich nicht…
  • Pies! Wer in England ist, sollte eine Filiale des „Pieminister“ suchen. Die pikanten Pies, meistens serviert mit Püree und Gravy {auf deutsch Bratensauce, aber eine Freundin sagt immer, dass gravy so ein wunderschönes Wort ist ;)} sind total lecker und eine schöne Abwechslung zu all dem Süßen! Keine Angst: dort gibt es aber auch süße Pies…
  • Afternoon Tea! Das so ziemlich Lässigste, was England food-mäßig zu bieten hat. Man teilt sich zu zweit {oder allein haha} eine Etagere mit Sandwiches, einer Auswahl an Kuchenstücken und kleinen Leckerbissen wie Macarons oder Madeleines. Dazu gibt’s Tee oder Café.
  • Markt! In Lincoln gibt es einen ganzen Markt voll frischem Obst und Gemüse. Und das Beste: man kann alles unverpackt, ganz ohne Plastik kaufen – zu sogar sehr günstigem Preis! {Da ist es umso schöner, wenn man weiß dass es auch bei uns tolle Märkte gibt wie den Benediktinermarkt.

FLOPs

  • Fish & Chips! Tatsächlich muss man das zwar einmal probiert haben {und es schmeckt auch nicht so übel}, aber viel mehr als fettig ist es eben nicht.
  • Full English Breakfast! Ja, wen wundert das jetzt? Aber wenn man auf baked beans und black pudding {Blutwurst} zum Frühstück steht…
  • Brot! Bis auf einige wenige Außnahmen wie den „Brotmann“ in Lincoln, der immer frisches Schwarzbrot parat hatte, ist das englische Brot nichts anderes als Toastbrot ohne Rinde. Wie ich mich nach drei Monaten Sandwiches auf ein kärntnerisches, knuspriges Bauernbrot gefreut habe…

Zusammenfassend muss ich sagen, dass die englische Küche wirklich gar nicht so schlecht ist. Was ich aber dazu sagen muss: ich habe jeden Tag selbst gekocht, da es in den Supermärkten zwar viel Frisches, aber genauso viel Fertiggerichte zu kaufen gibt. Es kommt also ganz darauf an, wo und wie man isst. Man muss nur etwas suchen und kann so die schönsten, charmantesten Plätzchen finden. Und da könnte man dann stundenlang sitzen und eine gute Tasse Tee zu einem frischen, noch warmen Scone genießen… Was ich dann natürlich auch gemacht habe. Die Caféhäuser sehen teilweise wirklich so aus wie im Film, oder wie einer anderen Zeit entsprungen – einfach zuckersüß.

Abgesehen von den kulinarischen „Essperimenten“, die man in England machen kann, kann ich jedem ein Auslandssemester nur ans Herz legen. Neben den zahlreichen Erfahrungen, die man auf der Reise sammelt, lernt man auch neue Leute aus aller Welt kennen und gewinnt Freunde fürs Leben.

Ich hoffe, ich konnte euch England nun schmackhaft machen. Wer jetzt auch so richtig Lust auf Teatime bekommen hat, der kann sich hier ganz viele Inspirationen für eine British Tea Party im Vintage Look holen. Ich freue mich darauf, euch nun regelmäßig mit Kulinarischem & Co. zu unterhalten! Was ich euch das nächste Mal erzähle, das bleibt aber noch ein kleines Geheimnis…

Bis bald,

Eure Toni{andthecam}