Brot backen! Die schönsten Bücher rund ums Brot

Schon seit es zivilisierte Menschen gibt, gibt es auch das Grundnahrungsmittel schlechthin: Brot. Das selber backen liegt in dieser Zeit voll im Trend. Egal ob Vollkornbrot, Olivenbrot oder gefülltes Brot, ob Bauernbrot, Weckerl oder Semmeln, ob Schwarzbrot oder Weißbrot – die Öfen und Backformen glühen und es wird fleißig Brot gebacken. Grund genug um die schönsten Bücher rund um dieses Thema vorzustellen.

Los geht´s einem echt dicken Schmöker mit 115 Rezepten rund ums Brot backen. „Das große Buch vom Brot“ stammt von den Gewinnern der Sendung  „Deutschlands bester Bäcker „, die 2014 ausgestrahlt wurde. Sie alle haben sich ihrem Hauptthema gewidmet und erlauben uns einen Blick in ihre Backstube. Sie zeigen uns in persönlichen Einleitungen ihren persönlichen, emotionalen Standpunkt zur Bedeutung des Brots und ihrer Leidenschaft dazu. Im Anschluss daran gibt es ein breites Kapitel zum Thema Warenkunde. Dort geht´s um Mehl-, und Getreidesorten, Hefe, Milch, Wasser und Co. Eben alles was in gutes Brot gehört. Dann geht´s auch schon los mit einigen Step by Step Anleitungen zum Striezel flechten und zu den wichtigsten Grundlagen. Das Herzstück des Buches bieten wie eingangs bereits erwähnt 115 kreative Brotrezepte. Dazu gehören Klassiker wie Ciabatta, Dinkelvollkorn oder auch der klassischen Roggenwecken bis hin zu Land- und Hausbroten. Ein weiteres Kapitel stellt Weckerln und Gebäck wie Laugenststangerl und Co. vor. Muss ich ausprobieren: Brotchips und Grissini. Im süßen Kapitel gibt´s die Anleitungen für Brioche und sogar Schoko-Twister: einem Hefekuchen im Zebra-Look. Das Buch wird seinem Titel voll und ganz gerecht. Darin findet man wirklich unzählige, schöne Ideen für´s Brot backen. Ein großes Lob muss auch zur Gestaltung und den wunderschönen, gelungenen Food-Fotos zugesprochen werden.

Nach einer Reise nach Deutschland kommen wir wieder heim nach Österreich um uns dem Buch von Barbara Melle „Der Durft von frischem Brot“ zu widmen. Auch hier gehen Backprofis ans Werk und zwar die „Helden der Backstuben“ hier im Land. Barbara Melle hat Traditionsbäckerein von Vorarlberg bis Wien besucht und die Bäckermeister mit ihren Kreationen vorgestellt. Sie verraten ihre Back-Geheimnisse und stellen 60 Rezepte für Schwarzbrot und vor. Diese Brote hat die Autorin alle im Hinblick auf ihre Alltagstauglichkeit nachgebacken. Neben Brot gibt´s auch einiges an Süßem. Österreichische Klassiker wie Nusskipferln (mag ich total gerne, hab ich als Kind immer mit Mama gebacken), Mohnzelten und Kartoffelmilchbrot. Auch dieses Buch macht mit der schönen, rustikalen Gestaltung Lust aufs traditionelle Brot backen nach heimischen Rezepten. Schöne Gestaltung, schönes Format und damit ein gelungenes Buch!

Weiter geht die Reise in die Backstuben ins Land des Baguettes. Denkt man an Frankreich ist das klassische, lange Baguette untrennbar mit dem Land verbunden. Hiermit kommen wir dann auch schon zum Buch: „Larousse – Das Buch vom Brot – selbst gebacken“. Autor Eric Kayser, seineszeichens einer der bekanntesten französischen Bäcker und gleichzeitig Inhaber einer internationalen französischen Bäckereinkette stellt im Buch alles rund um das Brot und seinen Status in Frankreich vor. Dort ist Brot weniger ein Jausenbestandteil als unverzichtbarer Bestandteil der Esskultur. Egal ob zum schnellen Lunch oder als Teil des großen Haute Cuisine Menüs kommt in Frankreich immer Weißbrot auf den Tisch. Der Autor stellt diese mit Rezepten in verschiedenen Kapiteln vor. Klassisches Natursauerteigbrot (mit und ohne Extras wie Grüntee, Nüssen oder Käse), Süße Brote und Gebäck sowie Ölteig-Rezepte. Schön sind die vielen Step by Step Anleitungen und auch die verschiedenen Techniken die man im Buch kennenlernt. Seine Rezepte sind x-fach erprobt und damit zwar nicht ganz so unkompliziert aber dafür gelingsicher. Ein schöner Buchschmöker für alle Weißbrot und Frankreich Fans. Diese Brote machen sich toll am Dinner-Tisch.

Nachdem wir uns jetzt durch die verschiedenen Länder mit ihren jeweiligen Backspezialitäten gestöbert haben, kommt zum Schluss dieses Specials ein absolutes Trendthema: „No knead Bread“. Kennt ihr nicht – und vor allem wie soll das funktionieren fragt ihr euch jetzt sicher. Brot backen ohne Kneten ist mir bei einigen meiner lieben Bloggerkollegen schon untergekommen. Daher ist es mir nicht ganz neu, spannend und vor allem praktisch ist aber umsomehr. Im Buch „Brote – einfach handgemacht“ findet man zahlreiche verschiedene Anleitungen zum Backen ohne Kneten. Los geht´s nach einer kurzen Einleitung mit einem Grundteig, der sich mit über 45 Varianten, die alle auf diese einfache Weise zubereitet werden, nachbacken lässt. Dazu gehören so genannte Körndlbrote aus verschiedenen Körnern und gesunden Zutaten wie Haferflocken, Quinoa oder Perldinkel. Auch helle Brote, Nuss- und Gewürzbrote lassen sich auf diese Weise backen wie das nächste Kapitel zeigt. Wird auf jeden Fall ausprobiert: die Focaccia und die Bauernpizza mit Zwiebeln. Mit diesem Backbuch können sich auch Anfänger und gestresste Mamas ans Selberbacken wagen und genussvolles Brot zu Hause zaubern. Das Buch erscheint am 15. Februar – also gleich vorbestellen und sich drauf freuen!

Nach diesem Special steht fest, dass ich ab jetzt wieder öfter selbst Brot backen werde – mit diesen schönen Büchern muss ich mir nur noch entscheiden welches Rezept mir am besten gefällt. Als ersters probiere ich sicher mal das No Knead Brot mit Körnern.

.s. cookingCatrin

Die schönsten Bücher rund ums Brot