Sie ist ja nach wie vor total im Trend: die vegetarische und vegane Ernährung. Der Trend besteht ja nun schon ziemlich lange, dementsprechend viele Kochbücher zu diesem Thema sind mittlerweile auch schon auf dem Markt. Ich bin zwar weder Vegetariern noch Veganerin, fas heißt aber nicht, dass ich nicht liebend gerne vegetarisch koche! Mit veganen Rezepten habe ich noch nicht so viel Erfahrung, aber das soll sich nicht zuletzt durch das neue Buchspecial Veggie ändern! Ich stelle euch meine fünf Lieblingsbücher für vegetarische und vegane Gerichte vor und gebe euch damit vielleicht eine Entscheidungshilfe, für welches Buch ihr euch aus diesem Dschungel an healthy Kochbüchern denn entscheiden sollt. 😉

1. Mein erster Buchtipp ist bunt und macht schon alleine beim Ansehen gute Laune: „It’s delicious. Happy eating & clean food“ von Martina Lukes. Schon  das Cover des Buches lädt richtig zum Aufschlagen und Schmökern ein, so bunt, wie es ist. laut der Autorin soll Essen Spaß machen und das zeigt sie uns in ihrem Kochbuch mit vielen veganen, glutenfreien und Rohkost-Gerichten. Das Buch soll zeigen, dass vegan nicht gleich langweilig bedeutet – auf keinen Fall! Die sogenannte „Clean Eating“-Küche kann total spannend und abwechslungsreich sein, das zeigen nicht nur Rezepte wie Rote-Rüben-Fallafeln, Rohkost-Torten, Gemüsewraps, sogenannte „Zoodles“ = Zucchininudeln oder Dessert-Varianten wie Kokosbällchen oder veganes Mousse au Chocolat – mmmh…;) Das Buch beinhaltet außerdem Rezepte für Smoothies, Dips, Snacks, Cocktails und sogar Anleitungen für selbstgemachtes Eis. Mein Highlight: eine echte Rohkostpizza!! Dazwischen gibt es immer wieder Tipps und Tricks, wie die Rezepte noch besser gelingen oder noch hübscher aussehen können. Auch die Bilder sind sehr ansprechend und das Buch im Gesamten ist bunt, aber dennoch übersichtlich gestaltet. Beim Durchblättern muss sogar ich als Nicht-Veganerin und Nicht-Vegetarierin überlegen, ob ich nicht doch das eine oder andere Mal einen veganen Tag einlege…;) Mein Fazit: Daumen hoch für dieses vegane Kochbuch!

2. Das nächste Buch ist im Vergleich zum vorigen gleich viel schlichter, aber dennoch sehr einladend gestaltet: „Grünes Eiweiß. 60 vegane und vegetarische Rezepte“ von Ulli Zika-Goschler. Das Titelbild überzeugt mich schon mal, denn ich liiiebe Erbsen ;)) Schlägt man das Buch auf, sieht gleich alles sehr schlicht, aber dennoch mit viel Struktur und durchdacht aus. Es gibt verschiedene Kapitel wie Vorspeisen, Suppen, Salate, Aufstriche, Hauptpeisen, Desserts und, und, und.  Bevor es dann mit den Rezepten losgeht, folgt aber noch eine ausführliche Einleitung, warum der Verzicht auf Fleisch sowohl für den Körper als auch für die Umwelt nur positive Effekte hat. Auch die wichtigsten Nährstoffe und woher man die bekommt, sind angeführt, sowie die Spitzenreiter unter den Eiweißquellen beschrieben (wie z.B. Bohnen aller Art, Linsen, Nüsse, Getreide usw.). Dann kann es aber endlich mit den Rezepten losgehen – und die klingen allesamt sehr lecker und einfach nachzumachen: bunter Dinkelnudelsalat, Bohnen caprese, Curry-Sesam-Humus, Linsen-Bananen-Curry und zu guter Letzt noch ein feiner Quinoa-Apfel-Auflauf als Dessert – lecker!! Ich bin überzeugt und habe in diesem Buch gelernt, dass Bohnen & Co. viel mehr draufhaben, als man annimmt. Und einige der Rezepte werden bestimmt sehr bald nachgekocht… 😉

3. 5 Tage vegan genießen, 2 Tage vegan fasten – diese „Diät“ oder besser Ernährungsform wird im nächsten Kochbuch beschrieben: „Vegan 5:2“ von Elisabeth Fischer. Hier geht es also wieder um reine vegane Ernährung. Gesund abnehmen ohne Verzicht, dass wird uns in diesem Buch versprochen. Die Rezepte darin sollen alle schnell und einfach zubereitet sein und einen Jo-Jo-Effekt beim Abnehmen verhindern. Gleich zu Beginn bekommt man eine Einführung in die Welt des Fastens und auf was man dabei achten muss – vor allem, wenn man vegan fastet, was ja gleich noch mal eine Nummer größer ist als „normales“ Fasten! Und dann geht es auch schon los mit dem Diät-Plan. Man beginnt mit den 2 Tagen veganes Fasten und bekommt da gleich vom Frühstück bis zum Abendessen schöne Rezeptideen: Porridge mit Beeren, Smoothies, Salate, Suppen oder Wok-Gerichte, um nur einige zu nennen. Gleich hier sieht man: veganes Fasten klingt echt lecker!! Das wird aber bei den 5 Tagen vegane genießen noch überboten: grüne Wraps mit Zitronen-Nuss-Dip,  Tofu-Burger, Spargelragout, Flammkuchen, Mango-Mandel-Creme oder Vanille-Nuss-Dip – wer hätte gedacht, dass es soviele vor allem abwechslungsreiche und originelle vegane Rezepte gibt? Ich bin zumindest davon überzeugt und deshalb bleibt das Buch in meinem Regal gleich mal stehen! 😉

4. „Grünkohl trifft Kokos“ …-bitte was? Was schräg klingen mag, ist der titel meines nächsten Buchtipps von Anne-Katrin Weber. Darunter kann man sich zunächst nicht viel vorstellen – deshalb hab ich gleich mal direkt ins Buch reingeschaut und so einiges an Köstlichkeiten entdeckt“ Das Kochbuch zeigt Rezepte aus der vegetarischen Crossover-Küche, also: Zutaten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, laufen sich über den Weg und kreieren gemeinsam ein aufregendes, neues Gericht – vegetarisch natürlich. Man findet total interessante Rezepte hier drin, auf die man wahrscheinlich selbst nie gekommen wäre! Linsensuppe mit Melone zum Beispiel, oder Käsespätzle mit Mangold, Tomaten-Graupen-Risotto, Süßkartoffelkekse mit Rucolabutter, Spargel mit Fruchtvinaigrette oder eine überbackene Zwiebelsuppe. Das klingt alles wirklich lecker und auch die Fotos sind schön egstaltet. Das ganze Buch vermittelt den Eindruck, dass diese Form er Ernährung leicht und „sorgenfrei“ ist – man kann jetzt nicht nur Zutaten, die zusammenpassen, mischen, sondern eigentlich…alles! Was das Herz begehrt, sei es nun süß mit pikant, sauer mit salzig… Alles ist möglich – zumindest wird (mir) dieser Eindruck durch das Buch vermittelt und ich denke, dass ich ab jetzt viel experimentierfreudiger in der Küche sein werde! 😉

5. Zu guter Letzt hab ich noch einen vegetarischen Buchtipp, der sich ganz einfach „100x vegetarisch“ (Ingeborg Pils & Joerg Lehmann) nennt und somit gleich eine klare Ansage macht, wo’s langgeht. In 100 Rezepten wird uns die „grüne“ Küche nahegebracht und das nur in Rezepten, die nicht mega aufwändig sind! Zu Beginn gibt’s gleich ei paar Drinks (Erdbeer-Sanddorn-Cocktail z.B.), bevor es mit ganz, ganz simplen Gerichten wie einem italienischen Obstsalat weitergeht. Das Buch hält also einige Klassiker für Vegetarier bereit (Spargelsuppe, gebackener Schafskäse, Gazpacho), genauso wie neue Ideen: Würzige Griesssuppe, Gurkenkaltschale mit Radieschen, Lauchkuchen, Rigatoni, Krautfleckerln und, und, und. Für Nachspeis ist natürlich auch gesorgt – Gott sei Dank! – Pfirsich-clafoutis, Quarksouffle oder Schokonudeln (Waaaas? Die will ich haben!!) sind nur einpaar der vegetarishen Nascheieren. Auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen – obwohl leider nicht alle Rezepte ein Bild dabei haben. Dennoch ist einiges an Inspiration zum Kochen und Backen für mich dabei und vor allem die Schokoundeln muss ich unbedingt ausprobieren! Alles in allem ein gutes Buch für alle Fans der vegetarischen Küche und jene, die es noch werden wollen.

.s. Redaktion cookingCatrin