Der Frühling ist nun endlich ganz bei uns angekommen, das merkt man nicht nur an den schönen, warmen Temperaturen. Auch im Garten beginnt’s endlich wieder zu blühen! Das freut nicht nur alle, die einen Garten zuhause haben. Mit selbst angebautem Gemüse, Salat aus dem eigenen Garten oder frischen Kräuter zu kochen macht einfach so viel mehr Spaß! Ich finde es vor allem toll, wenn man Kräuter selbst anbaut, denn diese sind so vielseitig verwendbar und fast kein Rezept kommt ohne Kräuter aus. Aus diesem Grund gibt’s von mir heute die besten Buchtipps zum Thema Kräuterküche.

1. Das erste Buch  eignet sich super für „Anfänger“ in Sachen Kräuterkenntnisse und Kräuterküche. In „Kräuter & Gewürze“ von Jill Norman werden sämtliche Kräuter detailliert beschrieben: Herkunft, Geschmack, Verwendung und die richtige Verarbeitung – diese Basics sollte man schon wissen, wenn man sich intensiv dem Kochen mit frischen Kräutern widmen möchte! Ich finde das Buch toll, weil es einen super Einstieg in die Kräuterthematik gibt und Kräuter beschreibt, die so mancher vorher bestimmt noch nicht gehört hat. So kann man sein Kräuterwissen erweitern und vertiefen und dann auch gleich die Rezepte ausprobieren: Gewürzmischungen, Currypaste, Pesto, Chilisauce oder Minze-Dip – all das kann man mit Kräutern aus dem eigenen Garten selbst herstellen. Am Ende des Buches finden sich auch Rezepte, wo Kräuter einen großen Bestandteil ausmachen, wie etwa Indische Gewürz-Poularde oder Karibisches Huhn mit Colombo-Pulver. Hier findet man nicht nur traditionelle, sondern auch einige exotische Rezepte – daher finde ich: ein super Buch für Anfänger und Fortgeschrittene in der Kräuterküche!

2. Mein zweiter Buchtipp ist etwas für echte Naschkatzen (wie mich ;)). Hier dreht sich alles um Kekse. In „Kräuterkekse und andere süße Sachen aus Wildkräutern“ von Adelheid Entinger kann man sehen, dass Kräuter nicht nur als Gewürz für Fleisch & Co. verwendet werden können. Sie haben einfach so viel mehr drauf! Wer Süßes liebt, wird auch dieses Buch lieben. Zu Beginn gibt es einen Überblick über die 10 wichtigsten heimischen Wildkräuter, danach geht es aber auch schon gleich weiter zu den Rezepten, und diese klingen und sehen auch himmlisch aus, nur soviel vorweg. 😉 Wie wäre es zum Beispiel mit Sesam-Kurkuma Keksen und Sommerblüten-Kipferl für die nächste Kaffeetafel? Oder wie klingt das:  Hollerherzen mit Marmelade, Apfelkekse mit Chili, Kürbiskernkipferl mit Schoko… Hach, ich liiiiebe Kekse! Und diese klingen noch dazu sogar gesund! Gerade weil man Wildkräuter in der „süßen Ecke“ bisher ja eher selten findet, ist dieses Buch eine super Basis, um sich ans Backen mit Kräutern endlich heranzuwagen. Ich weiß eines: das Buch bleibt bestimmt noch länger in meinem Regal stehen und die Rezepte werden auf jeden Fall nachgebacken!

3. Jetzt geht’s aber richtig zur Sache, denn wir können uns ja (leider) nicht nur von Kekse ernähren. 😉 In „Rezepte aus dem Kräutergarten“ von Christel Rosenfeld stehen Suppen, Salate und Hauptgerichte im Mittelpunkt. Traditionelle Gerichte finden sich hier drin genau so viele wie mediterrane Varianten. Mit tollen Fotos bei den Rezepten wird die Lust zum Nachkochen noch größer. Das Buch zeigt uns vor allem, wie groß die Vielfalt der heimischen Gartenkräuter überhaupt ist. Hier werden nicht nur „Klassiker“ wie Basilikum und Zitronenmelisse verwendet, sondern auch Koreander, Borretsch und Liebstöckel. Die Rezepte sind dabei sehr vielfältig – hier findet bestimmt jeder sein Lieblingsrezept. Neben Fleischgerichten wie Salbeischnitzel oder Tomaten-Puten-Frikadellen gibt’s auch vegetarische Rezepte: Bärlauchknödel, Kräuterquiche, Schafskäse in Kräuteröl oder Dillgurken zum Beispiel. Mir gefällt dieses Kräuterbuch sehr gut, da man sich vor allem durch die schönen Bilder bessere Vorstellungen von den Rezepten machen kann. Daher ist auch dieses unter meinen Top Five Büchern der Kräuterküche.

4. Mein nächster Tipp nennt sich „Das Wildkräuter Kochbuch“ von Rune Kalf-Hansen & Lisen Sundgren. Die Autoren stellen Kräuter vor, die eine Alternative zum klassischen Grün am Teller – Rucola, Spinat, Schnittlauch & Co. – geben. Wildkräuter kann man an jeder Ecke finden, wenn man nur die Augen offen hält. So kann man zum Beispiel ganz einfachen Wiesenklee in einer sommerlichen Torte zum Einsatz bringen, oder Löwenzahnblüten frittieren und mit einer feinen Rhabarber-Creme servieren. Weitere Rezepte im Buch sind etwa Hering mit Fichtentrieben, kalte Tomatensuppe mit weißem Gänsefuß und Mädesüß oder Haselnussbällchen mit Heidelbeeren und Gänseblümchen. Ihr seht also: hier sind Kräuter dabei, die teilweise gänzlich unbekannt sind – mir zumindest. Mit diesem tollen Kochbuch, das nebenbei auch noch schöne Fotos enthält, wird einem ein ganz neues Bild vermittelt: es gibt viel mehr als nur die altbekannten Kräuter, man muss sich nur trauen, zu experimentieren! Ich finde: ein ganz tolles Buch, wenn man dringend mal etwas Neues ausprobieren möchte!

5. In meinem letzten Buchtipp gibt’s angefangen von Hausmitteln und Salben über Säfte bis hin zu Marmeladen, Likören und Ölen eigentlich alles: das „Kräuter-Rezeptbuch“ von Siegrid Hirsch. Die Autorin verrät uns in diesem Buch, dass es mehr denn je zeitgemäß ist, Kräuter in der Küche einzusetzen. Bei über 350 authentischen Rezepten und Tipps aus der Volksheilkunde ist die Vielfalt groß. Man kann das Buch auch als Ratgeber sehen, wenn man wertvolle Hausmittel gerne selbst herstellen möchte. Ich bin aber natürlich vor allem am kulinarischen Teil des Buches interessiert und habe so einige tolle Rezepte hier drin entdeckt: Veilchenmarmelade zum Beispiel klingt total ausgefallen und muss unbedingt ausprobiert werden! Aber auch die Rezepte Rosmarinessig, Quittenlikör oder Waldmeisterbowle und – wein sind sicherlich einen Nachmach-Versuch wert! Mein Fazit: dieses Buch bietet nicht nur Tipps und Tricks für Freunde der Naturheilkunde, sondern auch eine Vielfalt an Rezepten für Essig, Öl, Likör, Marleladen, und, und, und… Und das beste: alles aus dem eigenen Kräutergarten! 😉

Mit diesen fünf Buch- Tipps wünsche ich euch eine schöne, warme und sonnige Frühlingszeit und viel Spaß beim Experimentieren mit Kräutern! 🙂