Die wichtigste Zutat beim Kochen ist die Liebe – liest und hört man immer wieder. Das was eigentlich recht absurd klingt trägt aber schon ein Fünkchen Wahrheit in sich, oder warum schmeckt das Essen besser wenn es in einer liebevollen Familienatmosphäre zubereitet und gegessen wird als wenn man es alleine vielleicht auch noch vor dem Fernseher (was natürlich auch mal passieren kann und auch darf ;)) verspeist. Die Liebe einer Bergbäuerin die ihre Zutaten schätzt oder die italienische Mama, die ihre Familie liebevoll mit einem guten Essen versorgt schmeckt man doch irgendwie durch. Die Bücher die ich euch hier heute vorstelle tragen besonders viel Liebe in sich. Seien es ihre Autoren, die Rezeptauswahl und Gestaltung oder das Flair das die Gerichte vermitteln. In jedem Fall sind es meine Lieblingskoch- und Backbücher zum Thema mit Liebe Kochen und Backen.

1. Das Buch das mich zu diesem „Best of“ Kochbücher mit viel Liebe bzw. in anderen Worten zu dieser Lieblingsselektion motiviert hat trägt dieses Wort schon im Titel. „Put all the Love in it“ sagt Alexandra Palla, die Autorin des gleichnamigen Kochbuches. Die Wienerin hat einen Teil der Rezeptsammlung ihres Blogs „www.roughcutblog.com“ natürlich auch mit besonders viel Liebe in ein Buch gepresst. Dort zeigt sie ihre Kreativität beim Kochen, Backen, Schreiben und Fotografieren. In Kategorien wie knackfrisch, ruckzuck oder easypeasy hält der Name was er verspricht. Ein buntes Sammelsurium an Rezepten mit vielen Fotos und noch lustigeren Rezeptnamen. Da muss man schon drei mal lesen und schmunzeln. Die kreativen Rezepttitel machen besonders neugierig, die schönen Fotos dazu verraten dann zum Glück schnell um welche Köstlichkeiten es sich handelt.Highlights: viele einfache Gerichte, die unkomplizierte Gestaltung und überraschende Anordnung und die vielen, vielen schön gestalteten Fotos, die die Gerichte aber auch die Autorin, deren Familie und vieles „in the Making“ zeigen. Dieses Buch muss man immer wieder durchblättern (zumindest geht´s mir so) und kann sich unglaublich schwer entscheiden was man jetzt nachkochen wird. Das liegt aber im positiven Sinn an der lässigen Gestaltung, Vielfalt und vor allem an der Unkompliziertheit des Buches. Ein rundum gelunges, innovatives Buch wo ich oft schmunzeln muss (und das passiert bei einem Kochbuch wirklich selten ;)). Nicht nur für alle Jamie Fans ein echtes Must Have für die Kochbuchbibliothek.

2. Mit einer Italienerin (ob sie eine richtige Mama ist kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen, sie kocht jedenfalls gut, gerne und oft) geht es hier weiter. Sophia Loren´s „In cucina con amore – Rezepte für die italienische Seele“ habe ich gesehen, musste ich als richtig italophiler Mensch natürlich haben. 1971 ist das Buch erstmals erschienen und wurde 2014 neu aufgelegt. Es ist ein dicker Rezeptschmöker voll mit traditionellen italienischen Gerichten und echten Klassikern. Die Filmdiva zeigt sich als leidenschaftliche Köchin und lässt tief in ihre Töpfe blicken. Rund um eine enorme Vielfalt an Rezepten rund um Pasta, Reis, Suppen und Pizza gibt es Tipps für den perfekten Gastgeber. Außerdem spricht sie über Tischmanieren und über das große Tafeln zu Hause. Natürlich stellt sie auch so genannte Secondi in Form von Fisch-, Fleisch und Eier- bzw. Gemüsgerichten vor und vergisst nicht auf den süßen Abschluss. Ohne Dolci geht in Italien ja eh nix, also ein Gelato muss es dann wirklich mindestens sein. Besonders lässig sind die Bilder die noch aus der „alten“ Auflage stammen und die wunderschöne Sophia Loren beim Kochen zeigen. Wirklich unglaublich ist auch die Rezeptvielfalt und Anzahl – hier weiß ich nicht einmal wo ich anfangen sollte. Am besten: Buch besorgen, selbst reinlesen und nachkochen.

3. Liebevoll geht es weiter und zwar in Form der „schönsten Bio Motivtorten“ von Sabrina und Manuel Mauerhofer. Die beiden Autoren präsentieren in ihrem Konditor-Anleitungsbuch alles was man wissen muss um als (kleiner) Konditormeister durchzugehen und mit süßen Kreationen aus Zucker, Fondant und Marzipan Kinderaugen zum Strahlen zu bringen. Vorab gibt´s aber Tortenböden (irgendwas muss ja in die Torte auch hinein, bzw. überzogen und dekoriert werden) bevor es mit Stanitzeln (eines meiner österreichischen Lieblingswörter) und Glasuren weitergeht. Die Rezepte unterteilen die beiden Konditorenmeister in leicht, mittelschwer, knifflig und schwierig. Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich zwar eine Durch- und Durch Laienbäckerin aber das liebe Fondant und ich müssen erst Freunde werden. Bis jetzt sind wir uns nie ganz einig. Von diversen Erfahrungen mit einer Lego Torte werde ich an dieser Stelle nicht sprechen 😉 Scherz beiseite. In diesem Backbuch gibt´s Step by Step anleitungen (mit Fotos) wie die Kunstwerke entstehen. Am Ende der Anleitung ist dann ein Fondanttraum zB. alá Pferd Paula oder diversen anderen Tieren oder lustigen Motiven fertig. Bitte auf jeden Fall: Zeit mitbringen. In diesem Buch kann man richtig was lernen und echte Tortenträume zaubern. Für alle kreativen Küchenchaoten die auf zuckersüße Torten und Marzipanfiguren stehen ein Tipp.

4. Wenn es um Kochen und backen mit Liebe geht dann darf ein Kochbuch mit traditionellen Rezepten aus der Landküche nicht fehlen. Viele verbinden damit das Gefühl von „Nach-Hause-kommen“ und Geborgenheit. Regionale, saisonale Zutaten sorgen für Abwechslung am Tisch. Eine Sammlung solcher Rezepte gibt´s in der Brigitte Kochbuch Edition „Landküche – die besten Rezepte mit Tradition“. Dort findet man von den Rindsrouladen über den klassischen Schweinsbraten und Steckrübeneintof aber auch raffinierte Kombis aus der Tradtionsküche wie Graupotto mit Garnelen – ein sahniges Graupenrisotto mit Meeresfrüchten oder auch kleine Petersilienwurzel Soufflés. Damit holt man sich das rustikale Landgefühl an den eigenen Herd. Besonders nett gemacht: die Rezepte sind nach Jahreszeiten eingeteilt und mit vielen Tipps gespickt.

5. Süße Tartes – selbst gemacht. Vor allem im Sommer sind fruchtige Tartes aus Äpfeln, Marillen, Pfirsichen & Co. nicht vom Tisch wegzudenken. Ich liebe es  zu backen und Fruchttartes erinnern mich immer an meine Kindheit und sind damit für mich mit besonders viel Liebe (zum Backen) verbunden. Frisches Obst aus dem eigenen Garten oder von den Obstbäumen meiner Großeltern schmeckt wunderbar besonders in Form von süßen Tartes. Das Buch stellt Klassiker und moderne Kombinationen vor. Für jede Frucht gibt´s die richtige Tarte Version. Für den Winter gibt´s Varianten mit Schokoladen, Nüssen und vielem mehr. Besonders toll: die vielen, kreativen Ideen das eigentlich immergleiche Backwerk zu servieren. Von klein bis groß, eckig, rund oder verkehrt. Eine vielseitige Rezeptsammlung mit tollen Bildern und einer gelungenen Aufmachung. In diesem Sinne ran an die Tarte…

Viel Spaß beim Lesen und Schmökern und vor allem beim Kochen mit viel Liebe!

.s. cookingCatrin