Herbst ist schon eine schöne Zeit! Man muss sich zwar vom Sommer verabschieden, kann sich aber auf gemütliche Tage zu Hause freuen, auf Spaziergänge in herbstlichen Landschaften, auf heiße Getränke bei kaltem Wetter… Und auf’s Essen! Der Herbst ist wohl die vielfältigste Jahreszeit, wenn es um kulinarische Angelegenheiten geht. Frisches Herbst-Obst, selbst geerntetes Gemüse, deftige Hauptmahlzeiten, feine Suppen oder frisches Brot – alles ist möglich! 😉 Ich bin ein großer Fan vom Herbst und seinen kulinarischen Vorzügen und möchte euch heute meine vier liebsten Kochbücher zu herbstlichen Themen vorstellen und ein zusätzliches Buch, das war nicht direkt etwas mit Herbst zu tun hat, das ich euch aber dennoch nicht vorenthalten möchte.

Natur pur – das findet man in meinem ersten Buchtipp: Ernteglück von Diane Dittmer und Anke Schütz. Die Erntezeit ist für viele die schönste Zeit im Jahr, wenn man wieder frische Äpfel im Obstkorb, fruchtige Marmeladen in der Speisekammer und saftigen Kuchen im Ofen hat, dann ist der Herbst voll bei uns angekommen. In diesem Buch werden Rezepte und Ideen für herbstliche Mahlzeiten gezeigt, die vielfältig sind und bei denen mir schon allein durch’s Ansehen der Fotos das Wasser im Mund zusammenläuft: Aroniabeerkuchen mit Baiser,Pizza mit Waldpilzen, Ricottapfannkuchen, Steinpilznudeln, Brombeertarte, Quinoa-Käse-Klösschen mit Holunder-Birnen, Kartoffelbrot… Lecker! Und das waren nur einige der vielen Rezepte, die mich von Beginn an überzeugt haben. Auch Rezepte für Marmeladen und Gelees findet man im Kochbuch, das sich hauptsächlich auf regionale und saisonale Gerichte konzentriert. Neben den Rezepten sind auch die Bilder sehr ansprechend gestaltet und ich habe jetzt tatsächlich Hunger beim Durchblättern bekommen! Alles in allem ein schönes Kochbuch, dass ich in der Herbstzeit nicht missen möchte!

Kürbis, Kohl, und Knolle – das sind Zutaten, mit denen wohl jeder schon einmal gekocht hat. In meinem nächsten Buchtipp Herbst, Winter, Gemüse von Cornelia Schinharl werden diese Zutaten neu und kreativ in der Küche eingesetzt und ergeben herbstlich-schöne Rezepte, die eine Abwechslung zu den Klassikern sind: Gemüse-Linsen-Eintopf mit Pfannenfeta, Steckrüben-Apfel-Gemüse mit Bratwürsten, Rosmarin-Topinambur, gefüllte Zwiebeln mit Bergkäse, Steckrüben-Wedges mit Spinatjoghurt, Pastinaken und gelbe Beeten in Kichererbsenteig…  Die Rezepte kombinieren zum Teil auch süße und pikante Zutaten, was ein überraschen neues und außergewöhnliches Rezept enstehen lässt – Beispiel: Äpfel mit Hackfleisch-Füllung. Hab ich in der Form noch nie gehört, klingt aber durchaus interessant! Ein schöner Nebeneffekt des Buches: zu Beginn gibt es eine Übersicht über die üblichsten Bestandteile der Herbstküche und welche Inhaltsstoffe, Vitamine usw. diese beinhalten – darunter Pastinaken,  Radicchio, Wirsing, Rote Beeten und Zwiebeln. Mir gefällt das Buch vor allem dank seiner außergewöhnlichen Rezepte gut und ich kann es euch nur empfehlen!

Wer von euch steht auch Sterz und Polenta? Dann habe ich genau das richtige Buch für euch parat: in Sterz & Polenta von Herbert Paukert werden 130 Rezepte sowohl in traditioneller Form gezeigt als auch ganz neu interpretiert.  Egal ob uralte Traditionsgerichte oder ganz moderne Varianten – hier ist für jeden bestimmt etwas dabei: Kürbiskernpolenta, Maissterz mit Schwammerln, Riebelsterz mit Erdäpfeln, Polentalaibchen mit Käse, Speck und Schwammeln, gebackene Polenta-Speck-Knödel, Bärlauch-Polenta-Würfel, Käsepolenta und, und, und. Die Vielfalt ist riesengroß und zeigt, dass nicht nur der klassische Maisgrieß eingesetzt werden kann, sondern dass auch mal auf seine „Verwandten“ zurückgegriffen werden kann, darunter Haiden- oder Gerstenster. Zu Beginn des Buches bekommt man aber erst mal Anleitungen für viele, viele Grundrezepte: Häfensterz, Polentasterz, Riebel, Brennsterz… Ein großer Pluspunkt für mich sind auch die süßen Rezepte, vor allem die Apfel-Polenta-Torte, und die Polenta mit Mandelhaube. Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert und damit gibt es nie wieder Langeweile in der (Sterz- & Polenta)-Küche!

Kommen wir nun zu einem Klassiker in der Herbstküche: Kürbis: Köstlich & vielseitig von Hans Peter Fink. In diesem Buch finden sich 140 Rezepte rund um das tolle Herbstgemüse, die wirklich für Abwechslung sorgen, denn seien wir ehrlich: Kürbiscremesuppe ist zwar unglaublich lecker, aber ein bisschen Variation kann nie schaden. Diese findet man im Kürbis-Kochbuch sofort. Ob pikante Vorspeisen, Pasta-und Reisgerichte, Beilagen oder auch süße Köstlichkeiten  – der Kürbis kann so vielseitig sein! Einige der Rezepte sind mir auch sofort ins Auge gestochen: Kürbis- oder Selleripüree, Kürbis-Cammelloni pur aus dem Ofen, Steinpilz-Kürbis-Spaghetti, Kürbistascherl mit Parmesan, Kürbisbrot mit Fruchtfleisch, Kürbiskernbaguette, Quitten-Krbiskompott, Fink’s süßer Kürbis… Am Ende des Buches findet man zusätzlich noch Rezepte für feine Chutneys, Kürbis-Senf und Grundrezepte für Fond, Strudelteig und viele mehr. Das Buch ist durchaus abwechslungsreich, das einzig Schade daran ist, dass nicht jedes Rezept ein Foto dabei hat. Ansonsten kann ich das Buch aber allen Kürbis-Fans empfehlen, die Lust auf Neues haben!

Kommen wir nun zu meinem Spezial-Buchtipp, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Viele von euch kennen doch bestimmt die ZDF-TV-Show „Lafer! Lichter! Lecker!“. Johann Lafer und Horst Lichter feiern nun ihr zehnjähriges Jubiläum der TV-Show und aus gegebenem Anlass haben sie ein Kochbuch dazu veröffentlicht: Unsere Lieblingsrezepte: Das Jubiläumsbuch. Das Kochbuch zeigt die besten Rezepte der Show über zehn Jahre hinweg, darunter viele ausgefallen-kreative Kombinationen genauso wie echte Küchen-Klassiker: Mangold-Blätterteig-Schnitten, Vitello tonato einmal anders, Backhendl von der Maispoulade, Pilz-Maultaschen, Scholle mit Speckwürfeln, Saftiger Steakburger oder Königberger Klopse. Und natürlich dürfen auch feine Desserts nicht fehlen: Ingwer-Zitronengras-Crème-brulée, Kaiserschmarrn, Basilikummousse, Warme Schokoladentarte mit Ananaskompott und Kokoseis… Einfach himmlisch! Die Rezepte sind dabei in zwei Kategorien eingeteilt: die Rezepte sind entweder auf schwarzem oder auf weißem Hintergrund – je nachdem, ob sie von Johann Lafer oder Horst Lichter sind. Ich finde das Buch lässig und finde definitiv das eine oder andere Rezept zum Nachmachen darin!

Mit diesen Büchern wünsche ich euch einen schönen Herbst, der vor allem in kulinarischer Hinsicht viele, viele Höhepunkte haben soll. 🙂

.s. Redaktion cookingCatrin