„Mehr Reisen“ – das ist auch heuer wieder, wie schon so oft, einer meiner Neujahrsvorsätze. Doch leider ist es nicht immer einfach, einfach so die Sachen zu packen & die Heimat für einige Tage zu verlassen. So ganz möchte man dann irgendwie aber auch nicht darauf verzichten. Für alle, denen es gleich wie mir geht, habe ich fünf lässige Bücher rund um das Thema Länderküche – eine kulinarische Reise zusammengesucht; und von England bis nach Serbien ist da alles dabei! Aber lest selbst, wo euch die nächste Reise zumindest in kulinarischer Hinsicht hinführen könnte…

Los geht’s mit einem meiner Lieblingsländer überhaupt: England! Das werden sich jetzt bestimmt viele denken, warum denn genau England? Die Briten sind doch nicht gerade wegen ihrer guten Küche bekannt… 😉 Das Buch Königlich und Köstlich: Rezepte und Geschichten aus dem britischen Königshaus von Carolyn Robb (erschienen beim Callwey Verlag) beweist und aber das Gegenteil und zeigt uns Rezepte direkt aus dem britischen Königshaus. Carolyn Robb war selbst jahrelang Küchenchefin der Königsfamilie uns das sieht man auch bei den 80 Rezepten, die britischer nicht sein könnten, aber dennoch elegant und edel sind – und ganz nebenbei einfach nachzukochen sind. Darunter: Spargel-Mangold-Ziegenkäse-Tarte, Bruschetta mit dicken Bohnen, Lachsmayonnaise-Wraps, Lemon-Curd-Törtchen, Drizzle Cake, Mini-Victoria-Sandwiches… Zwischen den Rezepten, die allesamt mit schönen Fotos ausgestattet sind, findet man auch Anleitungen für Tischdekorationen und hübsche Blumenarrangements und Sträußchen. Ich kann das Buch allen England-Fans empfehlen, die aber lieber die festliche Seite der britischen Küche entdecken möchten und weg von Fish & Chips möchten. Daumen hoch!

Weiter geht’s mit einer europäischen Metropole, die unter anderem für ihr Streefood bekannt ist: Das isst Berlin: Das Hauptstadt-Kochbuch von Blisse Donhauser Lehmann (erschienen beim DK Verlag). Das Kochbuch aus der Szenehauptstadt führt uns durch kulinarische Trends aus aller Welt: asiatische bis arabische, moderne bis traditionelle Küche – hier ist alles dabei, was man in Berlin so auch finden würde. Ein paar Lieblinge: Burritos, Kartoffelsuppe, Kreuzberger Weincreme, Couscous mit Garnelen, Nachos mit Hack… In den Kategorien Frühstück & Brunch, Street-Food, Multikulti, Mittagessen, Süßes, Party und Altberliner Klassiker findet man alles, was das Herz begehrt – und das aus aller Welt! In den Kapiteln gibt es auch immer eine kurze Erklärung zum Beispiel über die Berliner Street-Food-Szene. Dazu gibt es auch immer Mood-Shots neben den Rezeptfotos, die lässiger nicht sein könnten. Für mich ist das Buch ein echter Geheimtipp für alle, die experimentierfreudig sind und in Sachen Kulinarik gerne neues ausprobieren!

Von Deutschland geht’s direkt weiter in die Schweiz. Schweizer Alpküche: 100 Rezepte – einfach, traditionell, währschaft von Margrit Abderhalden (erschienen beim AT Verlag) zeigt uns, wie man „einfach und währschaft“ auf der Alp kocht. Dabei findet man vor allem Lebensmittel mit vielen Milchprodukten – natürlich direkt auf der Alp hergestellt! Das Ergebnis sind 100 Schweizer Traditionsrezepte wie zum Beispiel: Kartoffelsalat, Griess-Lauch-Suppe, Älplerrösti, Pilzrisotto mit Alpkäse, Milchreis, Caramelköpfli, Ribel, Polenta, Griessköpfli, Sennäbrot oder Zimtfladen. Neben den schönen und großen Rezeptfotos findet man viele stimmungsvolle Bilder vom Leben und Arbeiten auf der Alp. Die Rezepte sind vielseitig und in verschiedenen Kategorien, darunter Suppe, Salat, Fisch, Hauptgerichte, Süsse Gerichte oder Vorräte für gesunde und kranke Tage findet man alles, was das Schweizer-Herz begehrt. Mein Fazit: ein schönes Buch, das uns einen tollen Einblick in die Schweizer Alpküche gibt und uns wünschen lässt, wir könnten gleich die nächste Reise dorthin planen!

Der nächste Buchtipp führt uns nicht direkt in ein Land, jedoch geht es um Landkräuter: Die gute Landkräuterküche von Alexia Zöggeler (erschienen beim löwenzahn Verlag). Kochen mit Kräutern ist purer Genuss – das weiß man! Und gerade jetzt in der kalten Jahreszeit wünschen wir uns schon den Frühling herbei, mit frischen Kräutern und gesunder Frühlingsküche. Gesagt, getan – dieses Kochbuch zeigt uns Rezepte, die von pikant bis süß reichen und alle mit Kräutern zubereitet werden – Kräuter, die aus der Heimat stammen. Darunter findet man ganz feine Rezepte: Gegrillte Pilze mit Kräutern, Wildgemüse-Spargel-Cannelloni mit Nusskruste, Wildkräuter-Mini-Tarte, Gefüllte Kräutergnocchi, Frozen Yoghurt mit gekräuterten Beeren, Brennesselkekse mit Schokoladenfüllung und, und, und. Auch zahlreiche Brot-Rezepte und Rezepte, die man auf Vorrat kochen und lagern kann, findet man in der Landkräuterküche. Mit diesem Buch machen wir sozusagen eine Reise in die Heimat und unsere wunderbaren Kräuter, die bald wieder erntefrisch sein werden.

Um es noch einmal richtig abwechslungsreich zu machen, geht’s in meinem letzten Buchtipp nach Serbien. Die Serbische Küche: Die besten traditionellen Rezepte von Tatjana Petkovski (erschienen beim Leopold Stocker Verlag) ist das erste Buch in deutscher Sprache, welches es zur serbischen Küche gibt. Umso mehr freuen wir uns auf 60 Rezepte, die uns nicht nur Einblick in die Küche, sondern auch in die Kultur Serbiens geben: Gibanica (ein Teiggebäck mit Käse), Popara (blanchiertes Brot mit Käse), Urbenes-Salat, Mohnstrudel, gebackene Mäuse – süß und pikant, Vanilice (serbisches Vanillegebäck), Ajvar, selbst eingelegte Essiggurken, Sauerkraut und Kompott – viele Rezepte kennen wir ja schon, ich aber wusste zum Beispiel nicht, dass Ajvar aus Serbien und nicht aus Kroatien stammt. 😉 Das Buch ist zwar dünner und kleiner als meine vorigen Empfehlungen, jedoch mangelt es keineswegs an Inhalt. Eine gute Empfehlung für alle, die auf der Suche nach etwas komplett Neuem sind!

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Buchtipps ein paar Inspirationen für eure nächste (kulinarische) Reise geben!

.s. Redaktion cookingCatrin