Heute gibt´s wieder mal eine kulinarische Reise. Ihr seid jetzt sicher gespannt welches Genussreiseziel wir auf diesem Trip entdeckt haben. Doch weit gefehlt wir begeben uns zwar auf eine Entdeckungsreise aber diese könnt ihr ruhig von zu Hause aus antreten. Und zwar am besten gemütlich auf der Couch aber bitte nicht zu weit weg von der Küche, den die regionalen Kochbücher die ich euch hier vorstelle machen auf jeden Fall Lust zum Rezpete ausprobieren. Darum gibt´s heute meine liebsten Regionen Kochbücher aus und rund um Österreich.

1. Los geht´s mit unserem Leseausflug ins Kärntner Nachbarland mit dem Kochbuch „Die steirische Küche.“ Das verspricht ja schon mal viel, denn die Steiermark hat im Bereich Genuss, Wein und Kulinarik ja einiges zu bieten wie wir vor kurzem bei unserer Reise in die Südsteiermark erleben durften. Genau dort haben wir auch einige der Gerichte, die sich unter den 270 besten steirischen Rezepten finden, ausprobiert. Klarerweise dreht sich da alles um die Buschenschank Klassiker wie Sulz, Verhackerts, Aufstriche, Kreationen aus Käferbohnen und natürlich alles rund um den Kürbis und dessen köstlichen Kürbiskerne. Alle die, die steirischen Produkte lieben und gerne einen Abstecher in die Buschenschank machen sollten sich dieses Buch auf jeden Fall in die Kochbuchbibliothek stellen. Diese Rezeptideen stehen auf meiner Liste zum Ausprobieren: Steirisches Apfeltiramisu im Glas (mhhhmmm) und die Steirapizza mit Käferbohnen, Kürbis, Speck und Steirerkäs. Bei diesen Rezeptauszügen zeigt sich sofort welche kreativen Rezeptideen sich im Buch finden. Frisch – saftig – steirisch. So wie die Steiermark selbst eben.

2. Von uns aus geht’s von der Steiermark ja oft  weiter in Richtung Wien. Und auch hier gibt´s ein brandneues Kochbuch das in diese Liste muss. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist natürlich auch, dass dieser Rezeptschmöker Klassiker der Wiener Küche rund um die Wiener Klassiker auch von einer Bloggerkollegin stammt. Susanne Zimmel alias „Frau Ziii kocht“ (www.ziiikocht.at) hat ihre liebsten Wiener Klassiker in ein Buch gepackt und diese um viele moderne Kreationen ergänzt. Diese reichen von kalten Snack- und Jausenideen über viele typische Wiener Hauptgänge und natürlich (no na ned) süße Wiener Mehlspeisen. Ohne die geht ja in der Stadt, die für Ihre Kaffeehauskultur weit über die österreichischen Grenzen hinaus bekannt ist, ja gar nichts. Dabei interpretiert die Wienerin ihre Rezeptkreationen neu und verpasst den Gerichten einen modernen Touch. Besonders hervorgehoben werden muss die schöne Verbindung die sie zwischen ihrem Blog und dem Buch schafft, sodass sich auch im Buch ein besonders persönlicher Zugang mit individuellen Geschichten zu den Rezepten findet. Gefällt mir sehr gut: einfache Ideen wie Ei im Glas finden im Buch Platz und auch Grundrezepte wie Rindssuppe und Erdäpfelsalat finden sich. Ein tolles Buch für alle die die Wiener (Kaffeehaus)Küche lieben und auf Klassiker stehen.

3. Wenn wir schon in Wien sind müssen wir natürlich weiter in die Genussregion Wachau. Das Wachau Kochbuch bringt es schon im Titel auf den Punkt und betitelt die Region als „Kulinarisches Weltkulturerbe aus dem Herzen Österreichs.“ Das die Marillen auf dem Coverbild dabei natürlich nicht fehlen dürfen ist keine Frage. Neben den Marillen ist natürlich auch Wein untrennbar mit der Region verbunden. Dazu passt auch gleich das Rezept dass mir sofort ins Auge gestochen ist: die Loibner Rieslingsuppe. Die klingt schon genauso gut wie sie aussieht. Beim Weiterblättern lande ich dann aber schnell wieder bei den Marillen die im Marillen Topfenstrudel landen. Freilich gibt’s nicht nur Marillendesserts, sondern auch spannende süße Ideen wie Wachauer Wäschermädel oder pikante Snackideen aus der Kategorie Brot und Wein wie Feuerflecken. Daneben finden sich genauso Erdäpfelaibchen in verschiedensten Varianten und auch viele schöne Ideen für Fisch in gebackener, gekochter, gebratener Art. Das Buch überzeugt durch eine klassische, aufgeräumte Gestaltung. Die Inhaberin des Nikolaihof und Autorin verrät dabei richtig viele Tradionen und auch Geheimnisse aus der Wachauer Küche die den Leser (und Koch) die einzigartigen kulinarischen Highlights der Donauregion spüren lassen. Für mich ein sehr gelungenes Regionenkochbuch. Nach dem Durchblättern würde man sich am liebsten direkt ins Auto setzen und in die Wachau fahren.

4. Jetzt haben wir uns kochbuchtechnisch eher im Osten Österreichs bewegt. Dabei hat auch der Westen einiges zu bieten. Ganz unseren eigenen Kulinarikreisen des heurigen Jahres folgend geht´s über die österreichischen Grenzen in eine der genussvollsten und meiner Meinung nach schönsten Regionen in der Nachbarschaft von Österreich. Das wunderschöne Südtirol kommt ganz und gar vegetarisch daher. Das Buch „Südtiroler Küche vegetarisch“ verbindet die spannende Kombination dieser Regionen-Küche die sich im Spannungsfeld zwischen bodenständiger Alpenküche und mediterraner Leichtigkeit befindet. Uns hat sich die wunderschöne Gegend im heurigen Sommer kulinarisch von ihrer besten Seite gezeigt und wir haben uns schnell in die Küche zwischen Meer und Berge verliebt. Freilich begeistert mich als Fisch- und Gemüseliebhaberin ein vegetarisches Sammelsurium an Rezepten besonders. Im Kochbuch gibt´s auch einige Ideen die einerseits für die Region stehen und wir andererseits in ähnlicher oder gleicher Form bereits in Meran und Co. genossen haben. Dazu gehören natürlich alle Arten von Tascherln und Knödeln oder auch der feine Wildkräutersalat genauso wie Pasta mit Pesto. Ausprobiert werden müssen auf jeden Fall die Schlutzkrapfen die im Rezept im Buch mit Mangold gefüllt werden. Mindestens genauso fein klingen die Germteigkiachalan mit Preiselbeermarmelade. Mir gefällt die schöne, durchgehend simple aber feine Gestaltung genauso gut wie die Rezeptideen. Für beides gilt: bunt, vielfältig und gelungen.

5. Nachdem ich euch hier jetzt einige Regionen in und rund um Österreich in Form der aktuellen Kochbücher vorgestellt habe darf auch der frisch erschienene, umfassende Klassiker zur Österreichischen Küche nicht fehlen. Das ist in diesem Fall der dicke Rezeptschmöker von Ingrid Pernkopf zur österreichischen Küche. Der kommt mit einer unglaublichen Rezeptvielfalt daher, die (leider) zu Ungunsten von Bildern gehen. Dafür gibt´s eben viele Rezepte wodurch das Buch zu einem richtigen Nachschlagewerk für die österreichische Küche wird. Somit ergeben sich auch Kapitel die man selten in Kochbüchern findet wie Beilagensalate oder auch auch eine eigene Rubrik zu Würzmischungen. Generell finden sich auf den über 400 Seiten unzählige Unterkapitel wodurch ein bunter Streifzug quer durch die österreichische Küche möglich ist und man viele Anregungen findeet. Gefällt mir von der Gestaltung und den Bildern nicht so gut, punktet dafür als richtiges Nachschlagewerk für österreichische Rezepte.

.s. cookingCatrin