In unserem letzten Reisespecial in der Kochbuchbibliothek ging es quer durch Europa. Heute wagen wir den nächsten Schritt und zeigen euch beliebte Länderküchen sowie jene, an die man vielleicht nicht sofort denken würde. Von Los Angeles über Thailand bis nach Japan – die Kultrezepte der jeweiligen Länder sind in den nachfolgenden Büchern festgehalten.


City of Dreams


Los geht’s mit einem Klassiker – und einem Ort, von dem viele träumen: Los Angeles. Dass die Stadt weitaus mehr zu bieten hat als Hollywood und Malibu Beach, wissen nicht alle. Vor allem in kulinarischer Hinsicht gibt es dort so einiges zu erkunden. In Los Angeles. Die Kultrezepte. {erschienen beim Christian Verlag} führt uns Fotograf und Gourmet Victor Garnier Astorino durch die hippsten Lokale der Stadt. Mit 100 Rezepten daraus zeigt er uns sowohl Klassiker als auch moderne Gerichte, die bei einem Trip in die Staaten wohl nicht fehlen dürfen: vom Bacon Chili Dog, Banana Cream Pie und Breakfast Burrito über Nachos mit Kimchi bis hin zu Avocado Cheeseburger, Erdbeerlimonade und Garnelen-Taccos ist hier alles dabei. Und man sieht: es gibt zahlreiche internationale Einflüsse in der L.A.-Küche. Das Buch macht nicht zuletzt dank des farbenfrohen Covers Lust auf eine Reise ins sonnige L.A. Auch die Mood-Fotos machen so richtig Laune, den amerikanischen Lifestyle zu erleben. Lässig ist außerdem: das Buch ist in 7 Kapitel eingeteilt – nach den Stadtteilen von L.A. – wie zum Beispiel Santa Monica, Downtown L.A., Hollywood & Beverly, Malibu etc. Wir finden das Buch super cool und wer weiß – vielleicht zieht es uns ja der Kulinarik wegen in Zukunft auch selbst einmal nach L.A.?


Japaneasy!


Unser nächster Buchtipp könnte konträrer nicht sein: In Japaneasy {erschienen beim DK Verlag} zeigt uns Tim Anderson, wie einfach die japanische Küche in Wahrheit ist. Was meistens aufwändig und schwer nachkochbar aussieht, wirkt in diesem Buch wirklich ganz leicht! Man braucht keine Spezialausrüstung und nur wenige spezielle Zutaten, um sein Lieblingsgericht aus der japanischen Küche nachzumachen. Das Buch führt uns nicht nur durch die Klassiker unter den Rezepten, sondern gibt auch eine Übersicht über die Top sieben der japanische Zutaten, mit denen man feinste Gerichte zaubern kann. Meine Favoriten aus dem Buch: Süßkartoffelkroketten mit Sesam, diverse Reisschüsseln, Ramen-Salat mit Sesamdressing, Spieße mit Spargel im Speckmantel und japanisches Backhendl. Auch Sushi-Liebhaber kommen in diesem Buch garantiert auf ihre Kosten! Außerdem: die Getränke und Desserts klingen spannend. Wie wohl japanisches Bier schmeckt? Oder die Krapfen nach Art von Okinawa mit braunem Zuckersirup? Das Buch ist super lässig und hat ein schönes Design – nur schade, dass nicht bei jedem Rezept ein Foto abgebildet ist. Ansonsten aber Daumen hoch – und „Itadakimasu“ {guten Appetit}!


Einfach Thai!


Von Japan geht’s gleich weiter nach Thailand. Tim Kime führt uns in Einfach thai! {erschienen beim Knesebeck Verlag} durch die frische, leichte und manchmal auch ziemlich scharfe Thai-Küche. Mit exotischen Aromen ist diese Form der asiatischen Küche fast überall beliebt. Mit diesem Buch wird das Zubereiten von Tom Kha Gai, Pad Thai & Co. wesentlich erleichtert, denn Schritt für Schritt Anleitungen und teilweise auch Step-by-Step Fotos zeigen den genauen Rezept-Ablauf. Ich mag die Thai-Küche richtig gerne und habe auch schon meine Favoriten aus dem Buch gefunden: Gebratener Reis, Erdnusssauce, Gaeng-Gari-Curry, Gegrillter Fisch mit Chili, Knoblauch & Ingwer, aromatische Chickenwings… Auch die Desserts klingen verführerisch: In Karamell gebackene Birnen, oder Honigkaramell-Kokos-Topping – zum Beispiel. Lässig ist auch das Kapitel für Saucen – hier bekommt man Anleitungen für Currypaste & Co. Das Buch ist liebevoll gestaltet und enthält auch kleine Illustrationen bei jedem Rezept – denn auf die Details kommt es an. Außerdem gibt es eine Übersicht über die Grundzutaten der Thai-Küche und die 15 unverzichtbaren Kräuter und Gewürze. Mein Fazit: Das Buch ist ein Must-have für alle Fans der Thai-Küche!


Ab in den Orient…


Last but not least geht es in ein Land, von dem die Meisten {in kulinarischer Hinsicht} vermutlich noch nicht sehr viel gehört haben: Syrien. In Hayati: Syrische Heimatküche {erschienen beim EMF Verlag} führt uns Küchenchef Fadi Alauwad durch Syriens Welt der Kräuter, Zutaten und Gewürze. Neben Grundrezepten zeigt das Werk pikante sowie süße Speisen und bedient somit jeden Geschmack. Das edel gestaltete Kochbuch überzeugt schon alleine optisch durch bunte Farben und goldene Verzierungen. Aber jetzt zu den Rezepten: Hummus und Falafel kennt man ja bereits, wie sieht es aber hiermit aus? Salata Batata Scharkije {Arabischer Kartoffelsalat}, Managish Bil Za’atar {Gefüllte Teigtaschen}, Addas Bil Sila {Linsensuppe mit Mangold}, Bulgur il Schereha {Bulgur mit Fadennudeln}… Die Gerichte sind außergewöhnlich, bunt und sehen sehr schmackhaft aus. Ich kann die orientalischen Gewürze schon riechen, mmh… Toll finde ich außerdem das umfangreiche Inhaltsverzeichnis, so weiß man gleich, wonach man sucht! Und natürlich auch wieder den Dessert-Teil: Sesamkekse, Frittierte Hefebällchen oder Möhrenkonfekt – lecker! „Hayati“ ist alles andere als langweilig. Es führt uns durch eine kulinarische Reise durch den Orient – und lässt unsere Mägen so richtig knurren!

So, das war’s aber erstmals mit unserer Reise. Ich hoffe, ihr habt jetzt auch Lust und Inspiration bekommen, Neues in der Küche auszuprobieren. Also ran an die Kochlöffel und bis bald – denn das nächste Buchspecial kommt bestimmt…